Anton Rothmund

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Anton Rothmund ist ein Porträtfotograf aus Winterthur, der sich ganz der Persönlichkeit und Ausstrahlung von Menschen widmet. Als Autodidakt brachte er sich die Fotografie und Bildbearbeitung selbst bei und entwickelte über Jahre hinweg einen klaren, eigenständigen Stil. Während sein Berufsalltag als IT-Business-Analyst von Analyse und Systematik geprägt ist, findet er in der Fotografie den kreativen Ausgleich: einen Raum für Nähe, Spontaneität und echte Momente.

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Seine Anfänge lagen in der Architektur-, der abstrakten Fotografie und den Reiseaufnahmen. Doch es waren die Menschen und ihre Gesichter, die ihn nachhaltig faszinierten. Heute widmet er sich fast ausschließlich der Porträtfotografie. Dabei interessiert ihn nicht das Model im klassischen Sinn, sondern der Mensch mit seiner Ausstrahlung, seiner Verletzlichkeit und seiner Präsenz. Alter, Geschlecht oder Erfahrung vor der Kamera spielen für ihn eine untergeordnete Rolle – entscheidend ist die Persönlichkeit.

Diese Haltung bringt er in einem Satz auf den Punkt: „Gefühle kann man nicht retuschieren.“ Ihn interessiert nicht das perfekte Model, sondern der Mensch hinter der Fassade: seine Präsenz, sein Charakter und jene feinen Zwischentöne, die ein Bild lebendig machen.

Anton arbeitet nahezu ausschließlich mit vorhandenem Tageslicht. Ob in seinem Studio in Winterthur oder im Umfeld eines alten Industriegebiets, dessen rauen Charme er bewusst in seine Bildsprache integriert, das Licht bleibt stets natürlich, weich, ehrlich. Auch in der Nachbearbeitung setzt er auf Zurückhaltung. Seine Bilder dürfen Ecken und Kanten behalten. Er selbst spricht von einer Vorliebe für das „Schmutzige“, das Unperfekte. Genau darin liegt ihre Kraft.

Seine Porträts sind häufig schwarz-weiß, reduziert auf Ausdruck, Blick und Geste. Sie wirken ruhig und zugleich intensiv. Viele seiner Arbeiten zeigen eine beinahe greifbare Nähe, ohne dabei laut zu sein oder eine Inszenierung zu erzwingen. Sinnlichkeit entsteht hier nicht durch Entblößung, sondern durch Atmosphäre. Seine Bilder gehen unter die Haut, weil sie nicht nach Effekten, sondern nach Authentizität suchen.

Für Anton beginnt ein Shooting nicht mit dem ersten Klick der Kamera, sondern mit der Begegnung. Ihm sind Gespräche, Zeit zum Ankommen und das Entstehen von Vertrauen wichtig. Musik, seine zweite große Leidenschaft neben der Fotografie, begleitet diesen Prozess oft ganz selbstverständlich. Sie schafft Atmosphäre, löst Anspannung und gibt der Zusammenarbeit einen Rhythmus, der sich später auch in seinen Bildern widerspiegelt. Er versteht ein Shooting als gemeinsamen Weg, als Dialog. Die porträtierte Person bringt eigene Ideen ein, während er den Raum schafft, in dem echte Momente entstehen können. So lässt sich vielleicht auch sein eigenes Zitat erklären: „Meine Bilder sagen oft mehr über mich aus als über die Person vor der Kamera.“

Diese Haltung beschränkt sich nicht auf das einzelne Shooting, sondern setzt sich auch darüber hinaus fort. Anton gibt Workshops, war an einem Bildband beteiligt und hat mit „Moments – Moments of Light and Shadow” einen eigenen Fotoband veröffentlicht. Das SWAN Magazine würdigte seine Arbeit unter der Überschrift „Wenn Leidenschaft zu Exzellenz wird“.

[ Text 10Fotos ]

10Fotos meint: Anton Rothmund fotografiert keine perfekten Fassaden, sondern Emotionen. Seine Porträts sind ehrlich, intensiv und von beeindruckender Klarheit. Besonders stark ist sein Gespür für Licht und Ausdruck. Ein Blick, ein Schatten, ein leiser Moment genügen ihm, um ein Bild entstehen zu lassen, das lange im Gedächtnis bleibt. Sinnlich, ohne Effekthascherei, reduziert, ohne Kälte – seine Arbeiten berühren tief und wirken lange nach.

Weitere Bilder und Informationen über Anton Rothmund auf seiner Webseite www.portraitphoto.ch und Instagram.

10FOTOS