Thomas Hinsche

Aufgewachsen in den Auen zwischen den Flüssen Mulde und Elbe, lernte ich frühzeitig die naturbelassenen Biotope zu schätzen. Angeleitet durch Vater und Großvater, wuchs ich in eine Ornithologen-Familie hinein und wurde so von der „Faszination Natur“ infiziert.

Der Spaß, draußen zu sein, die Natur zu erleben und zu respektieren, ist einer der Hauptgründe, warum ich früh um 4 Uhr aufstehe oder bei minus 10 Grad stundenlang auf einer Stelle hocke. Ehe ich überhaupt zum Fotografieren von Tieren komme, habe ich sie schon tagelang beobachtet. Nur so erkenne ich ihre Gewohnheiten. Das ist eine Voraussetzung meiner Arbeit.

Den Schritt zur Naturfotografie machte ich 2006. Seither halte ich meine Erlebnisse in Fotos fest. Mit viel Geduld, Respekt und Behutsamkeit gegenüber den Tieren und der Freude an ihrer Beobachtung entwickelte ich meine Begeisterung für die Naturfotografie Jahr für Jahr.

Mehr über Thomas Hinsche und seine Fotografie unter den Galeriebilder sowie auf: www.naturfotografie-hinsche.de und Instagram.

Ich fotografiere nicht, um einfach nur zu fotografieren. Ich knipse nicht drauflos. Die wohl schönsten und vielfältigsten Motive befinden sich meiner Meinung in der Natur. Entsprechend Vielfältig ist auch die Welt der Naturfotografie. Wenn ich in der Natur bin, bekomme ich Eindrücke geschenkt, die mich begeistern und faszinieren. Ich benutze die Fotografie dazu, diese Eindrücke und Erlebnisse anderen zugänglich zu machen, sie auf die Besonderheiten in ihrer Umgebung hinzuweisen, ihre Aufmerksamkeit zu wecken, in ihnen Neugier zu schüren. Für mich sind das sehr wichtige Sachen. In diesem Zusammenhang verstehe ich meine Fotografie auch als aktiven Naturschutz (Umweltschutz).

Insbesondere die Vogelwelt hat mich schon immer sehr interessiert. Die heimischen Arten standen dabei für mich immer im Vordergrund. Weil diese Arten jedoch sehr scheu sind, kam ich mit der Zeit um die Anschaffung eines großen Teleobjektivs nicht herum.

Meine Ausrüstung besteht aus Canon-Technik. Und fast immer kommt das 500 mm Teleobjektiv zum Einsatz. Aufgebaut auf ein stabiles Stativ, kann ich den Vögeln bei beinah all ihren Aktivitäten folgen. Doch nicht nur meine Ausrüstung verbesserte sich stetig, meine Leidenschaft für die Fotografie wurde mit der Zeit immer größer. Ich verbringe immer mehr Zeit hinter der Kamera, und arbeitete daran, meine Fertigkeiten und meinen eigenen Stil zu verbessern und zu verfeinern.

Fast tägliche Streifzüge durch die Natur sind Voraussetzung für spätere gute Aufnahmen. Ein Foto ist nur das Ergebnis oft tagelanger Vorarbeit. Denn anders als in der Portraitfotografie mit Menschen, kann ich die Tiere nicht anweisen sondern muss sehr oft sehr lange warten, bis die Hauptakteure an richtiger Stelle sind oder sich überhaupt erst einmal blicken lassen. Sechs bis acht Stunden Ansitzen auf engstem Raum sind dabei keine Seltenheit, und das genauso bei klirrenden Frostgraden wie bei 35 Grad im Sommer. Die Vögel machen es vor.