Roland Mühler
Roland Mühler wurde 1953 in Eilenburg geboren und lebt heute in Magdeburg. Die Fotografie entdeckte er schon in seiner Kindheit – und zwar nicht als kurze Leidenschaft, sondern als festen Bestandteil seines Lebens. Früh brachte ihm sein Vater die Arbeit in der Dunkelkammer bei, wodurch sein Verständnis für Technik und Bildgestaltung wuchs. Mit 16 begann er, mit Tonungen zu experimentieren, und entwickelte Bildideen, die über das rein Dokumentarische hinausgingen.
mehr lesen …
In Dresden, wo Roland Physik studierte, entdeckte der damalige Direktor der Staatlichen Kunstsammlungen seine Arbeiten und machte ihn so zu einem Teil der dortigen Fotoszene. Seine Bilder wurden im Kupferstich-Kabinett gemeinsam mit Werken von Man Ray, Edmund Kesting und Gerhard Richter gezeigt. Dies war ein frühes, deutliches Signal für Rolands besondere fotografische Handschrift und den außergewöhnlichen Weg, den er gehen würde.
Roland gestaltete den Übergang ins digitale Zeitalter der Fotografie auf zwei Ebenen: Einerseits übernahm er, der inzwischen als Hochschullehrer an der Universität Magdeburg tätig war, einen fünfjährigen Lehrauftrag zu den „Physikalischen Grundlagen der Fotografie“. Andererseits gehörte er bereits Mitte der 1990er Jahre zu den ersten deutschen Fotografen mit einer eigenen Homepage.
Dann kam der Bruch: Eine schwere Krankheit veränderte alles. Roland selbst bezeichnet diesen Abschnitt als „Leben 2.0“. Es war kein Abschied von seiner bisherigen Arbeit, sondern ein Neuanfang mit einer anderen Ausrichtung. Plötzlich wurde der Mensch zum Mittelpunkt seiner Bilder. Themen wie Körper, Haut, Nähe und Sinnlichkeit, mit denen er sich vorher kaum beschäftigt hatte, rückten in den Fokus. Nun fand er seine eigene Sprache in der Akt- und Porträtfotografie.
Seine Fotos entstehen in privaten Räumen nach langen Gesprächen, oft bei Kaffee oder Frühstück. So baut er Vertrauen auf – manchmal auch Freundschaften. Aus dieser Nähe entstehen Serien, die ihren Weg in Bücher, Magazine oder Ausstellungen, beispielsweise in Berlin-Neukölln, finden. Dass seine Bilder Beachtung finden, ist kein Zufall. „Gute Freunde sagen mir, dass meine Bilder auffallen, weil sie anders sind“, sagt Roland selbst. Ein Beispiel: In der Erstausgabe eines feministischen Magazins war er als einziger Mann vertreten – und das gleich mit drei Aktserien.
Ein kurzer Blick auf seine Arbeiten genügt, um den klaren, unverkennbaren Stil zu erkennen. Roland fotografiert meist in Schwarzweiß – nicht aus Nostalgie, sondern weil dadurch Form, Licht und Ausdruck stärker wirken. Seine Kompositionen erscheinen spontan und natürlich, aber nie zufällig. Die Frauen auf den Bildern lachen, denken oder träumen. Nichts wirkt gestellt, alles lebt. So entstehen Aufnahmen flüchtiger Momente, die irgendwo zwischen Nähe und Distanz eingefangen wurden. Gerade diese Leichtigkeit verleiht seinen Bildern emotionale Tiefe: stille Freude, Vertrauen, manchmal auch Melancholie.
Anstatt im Studio zu fotografieren, wählt Roland Orte aus, an denen das Leben stattfindet: Küchen, Schlafzimmer und Fenster. Nichts wirkt dabei inszeniert oder übertrieben. Seine Bilder strahlen so Ruhe und Ehrlichkeit aus. Sie berühren nicht durch Lautstärke, sondern durch Zurückhaltung.
[ Text 10Fotos ]
10Fotos meint: Roland Mühler ist ein besonderer Fotograf, der sich immer wieder neu erfindet, ohne dabei seine Wurzeln zu vergessen. Seine Arbeiten sind durchdacht, präzise und offen für Veränderung. Die späte Hinwendung zum Menschen ist keine Kehrtwende, sondern eine Weiterentwicklung, die von Empathie, Respekt und künstlerischer Reife getragen ist. Die Schwarzweißbilder zeigen eine stille, tiefgehende Sinnlichkeit. Sie erzählen von Begegnung, Vertrauen und einer Schönheit, die nicht offensichtlich sein muss. Rolands Werk ist ein stilles Statement gegen Klischees und ein Beispiel dafür, wie Fotografie im Lauf der Jahre stärker und reicher werden kann. Wir sind mehr als beeindruckt von seiner Fotokunst und deren Lebendigkeit.
Mehr Bilder und Informationen über Roland Mühler gibt es auf seiner Webseite roland-muehler.de und in seinem Blog, sowie auf den Instagram-Kanälen @rolandmuehler und @rolandmuehler.portfolio.
…
Notwendiger Hinweis zum Thema „Po und Brüste“ im Internet: Lieber junger Besucher. Wenn du noch nicht 16 Jahre alt bist, darfst du dir diese kunstvollen und sinnlichen Fotos leider nicht ansehen. Bitte verlasse diese Seite jetzt. Alternativ kannst du in ein öffentliches Schwimmbad gehen, dort findest du bestimmt genug Frauen mit nacktem Oberkörper. Oder schau dir die leicht bekleideten Mädchen auf den Plakatwänden in der Stadt an. Auch das ist erlaubt. Hier nicht! Bitte schließe sofort die Augen und schreie um Hilfe …
…
Menschen in dieser Galerie:
Titelbild: Johanna (@jolanda.free)
(@rahelvandermeer) Jona
(@anastasia_g.mood) Anastasia
(@aireenel_2) Irina
Jolina
(@sue.model) Susanne
Stephanie (@ach_guck_ma)
Sarah
Friederike (@friday.i.m.in.love)
Jackie (@joliblondie)
Katharina (@katha__rina_2)
Jona (@rahelvandermeer)
Anastasia (@anastasia_g.mood)
Irina (@aireenel_2)
Jolina
Susanne (@sue.model)
Stephanie (@ach_guck_ma)
Sarah
Friederike (@friday.i.m.in.love)
Jackie (@joliblondie)
Katharina (@katha__rina_2)










