Christian Klepp

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Dr. Christian Klepp ist ein Geowissenschaftler, Klimaforscher und Landschaftsfotograf aus Hamburg. Bereits seit den 1990er Jahren ist er von der Funktionsweise unseres Planeten fasziniert. Seine Arbeit bewegt sich zwischen Wissenschaft und Kunst, zwischen Forschung und Faszination. In seinen Fotografien und Vorträgen gelingt es ihm, die großen Zusammenhänge der Erde und die Rolle des Menschen darin auf verständliche, berührende und fundierte Weise darzustellen.

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Nach seinem Studium der Meteorologie und Geologie forschte und lehrte er an der Universität Hamburg und am Max-Planck-Institut für Meteorologie. Was als akademische Neugier begann, wurde zu einer Lebensreise in die Tiefen des Erdsystems und zu einer Leidenschaft, die heute in seinen Fotografien, Büchern und Vorträgen lebendig wird. Die Natur ist für ihn kein bloßes Motiv, sondern ein empfindliches Netzwerk von Beziehungen, das unsere eigene Lebensgrundlage bildet.

Sein Ansatz verbindet wissenschaftliche Erkenntnis mit künstlerischem Ausdruck. Mit seinen Fotografien möchte er zeigen, wie alles miteinander verbunden ist: der Weltraum, die Gesteine, die Atmosphäre, die Ökosysteme und wir Menschen. Er begreift die Erde als lebendiges Ganzes, dessen Schönheit berührt, bevor sie mahnt. „Wir schützen, was wir lieben, aber wir lieben nur, was wir gut kennen. Deswegen ist es so wichtig, unseren Planeten ganz neu kennenzulernen“, sagt er. In seiner Arbeit steht daher das Staunen im Mittelpunkt, nicht der Verzicht, denn Nachhaltigkeit bedeutet für ihn Bereicherung und keine Einschränkung. Naturschutz beginnt für ihn mit Bewusstsein und Begeisterung.

Einen besonderen Schwerpunkt legt Christian auf die Astrofotografie, also den Blick vom Irdischen ins Kosmische. Mithilfe digitaler Sternnachführung, siebenstündiger Belichtungen und einer fein abgestimmten Bildkomposition fängt er den Milchstraßenbogen über nächtlichen Landschaften ein, in denen Himmel und Erde zu einem Ganzen verschmelzen. Diese Aufnahmen sind jedoch mehr als nur technische Meisterleistungen. Sie zeigen die Dimension der Zeit und die Verbindung zwischen dem endlichen Moment auf der Erde und dem unendlichen Raum darüber. Für ihn sind sie eine poetische Erinnerung an unsere kosmischen Wurzeln: Unser Planet und alles Leben darauf – einschließlich uns Menschen – bestehen aus Sternenstaub.

Seine wissenschaftlichen Expeditionen führten ihn in die entlegensten Landschaften der Erde: auf den zugefrorenen Ozean der Arktis, in Wüsten mit Gesteinen vom Anfang der Erde und des Lebens, zu den Überresten der Ozeane in den Hochgebirgen sowie an Küsten, an denen die Erdkruste ins Erdinnere abtaucht. Er arbeitete bei minus 42 Grad Celsius am Nordpol, schlief unter dem Sternenhimmel und las das „Gedächtnis des Planeten“ in den Geschichten der Gesteine. Er begegnete wilden Tieren – Eisbären, Grizzlys und Pumas – Auge in Auge. Diese Erfahrungen prägen seinen Blick: Er erzählt nicht nur von Landschaften, sondern vom Wesen unseres Planeten selbst. Seit 2019 widmet er sich als selbstständiger Fotograf, Autor und Referent ganz dieser Verbindung von Wissenschaft und Ästhetik.

Mit seinen Vorträgen, Ausstellungen und Büchern möchte Christian Wissen vermitteln, das berührt, Mut macht und Staunen weckt. Seine Arbeit ist ein Plädoyer für Achtsamkeit, Liebe und Empathie im Umgang mit der Natur sowie für die Verbindung von Herz und Verstand. Er möchte der Erde eine Stimme geben, wo die Natur nicht selbst für sich sprechen kann. Er möchte ihre Schönheit zeigen, bevor sie vergeht. Mit seinen Fotografien lädt er dazu ein, still zu werden, hinzuschauen und sich von diesem lebendigen, verletzlichen Wunderwerk berühren zu lassen, das unsere Heimat ist. Weitere Informationen zu seinen Vorträgen befinden sich unterhalb der Galeriebilder.

Die bei 10Fotos gezeigten Arbeiten verdeutlichen diese Haltung eindrucksvoll. Gewaltige Wüstenlandschaften unter dramatischem Himmel, schimmernde Gletscherformationen, spiegelglatte Bergseen und nächtliche Sternenhimmel über schneebedeckten Gipfeln lassen die Dimensionen unseres Planeten spürbar werden. Seine Bilder verbinden Weite mit Präzision: feine Strukturen im Gestein, die Bewegung des Wassers und das Leuchten der Milchstraße. Immer wieder entsteht der Eindruck, dass sich Mikrokosmos und Makrokosmos begegnen: Ein einzelner Sandkamm im letzten Licht wirkt ebenso bedeutend wie das Band unserer Galaxie. Diese Fotografien sind nicht nur ästhetisch eindrucksvoll, sondern erzählen auch von geologischer Zeit, von klimatischen Kräften und von der Zerbrechlichkeit dessen, was wir oft als selbstverständlich wahrnehmen.

[ Text Biografie & 10Fotos ]

10Fotos meint: Christian Klepp gelingt die seltene Verbindung von wissenschaftlicher Tiefe und fotografischer Poesie. Seine Bilder zeigen nicht nur Landschaften, sondern auch Zusammenhänge: zwischen Himmel und Erde, Vergangenheit und Zukunft sowie Mensch und Planet. Besonders beeindruckt uns die Klarheit, mit der er Komplexität sichtbar macht, ohne sie zu vereinfachen. Seine Fotografie ist Einladung und Verantwortung zugleich: zu staunen, zu verstehen und zu handeln. Sie zeigt, dass Schutz aus Liebe erwächst und Bewahrung mit Erkenntnis beginnt. Christians Werk ist weit mehr als ein bloßes Abbild unserer Heimat – es ist ein Beitrag zu ihrem Erhalt.

Weitere Fotografien, Bücher und Informationen über Dr. Christian Klepp gibt es auf seiner Webseite www.christianklepp.com und auf Instagram @christianklepp_art. Live Shows: www.christianklepp.com/termine.

Hinweis zu den Vorträgen von Dr. Christian Klepp:

Die Vorträge von Christian sind keine klassischen Fotopräsentationen. Vielmehr verbindet er darin Geologie, Klimaforschung und visuelle Erzählkunst zu einer ebenso fundierten wie mitreißenden Reise durch das Erdsystem und das Universum. Anschaulich und nachvollziehbar erklärt er komplexe Zusammenhänge, von den Kräften im Erdinneren bis zu den Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Ozeanen und Biosphäre. Dabei bleibt er stets nahbar, humorvoll und klar.

Wir haben seine Vortragsreihe selbst besucht und waren beeindruckt von seiner sympathischen Art, mit der er uns die Erde erklärt: verständlich, lebendig und ohne den berühmten moralischen Zeigefinger. Seine Kombination aus wissenschaftlicher Expertise, persönlichen Expeditionserfahrungen und eindrucksvollen Fotografien macht die Abende informativ und zugleich überraschend unterhaltsam. Man geht nicht nur mit neuem Wissen, sondern auch mit einem veränderten Blick nach Hause.

Aktuell ist Christian mit seiner Vortragsreihe „Explora Tour“ von Februar bis März 2026 in der Schweiz unterwegs.

10FOTOS